Vom Wunsch bedingungsloser Liebe bis zur Abhängigkeit in einer Beziehung

Gepostet am Feb 8, 2016 in Grundlagen, Selbstliebe

Vom Wunsch bedingungsloser Liebe bis zur Abhängigkeit in einer Beziehung

Dein Wunsch bedingungslos geliebt zu werden, wirklich gesehen zu werden oder das Deine Grenzen und Bedürfnisse respektiert werden, dass Deine Gefühle geachtet und ernst genommen werden – all das sind Wünsche an Dich selbst. Und da Du Dir diese Wünsche selten erfüllst, hegst Du den Wunsch, dass andere sie erfüllen mögen. All unsere Wünsche an unsere Umwelt sind in Wirklichkeit Wünsche an uns selbst.

 

 

Wie stehst Du zu Dir?

Gehörst Du zu den Menschen, die häufig viel Liebe, Größe und Erhabenheit in sich spüren?
Bist Du selbst in der Lage, Dich zu lieben, Deine Gefühle so sehr zu achten, dass Du in jeder Sekunde danach handelst, für Dich einstehst und sie ausdrückst?

 

Partnerschaft aus echter Liebe

Erst wenn die Liebe, die Du für Dich selbst empfindest, sehr sehr stark ist, erst dann kannst Du Dich wirklich auf eine Paarliebe einlassen, die außergewöhnlich ist, weil es nicht mehr um den Kampf der Macht oder der Freiheit geht.

Sehr schön beschreibt es Don Miguel Ruiz, in seinem Buch „Vollendung in Liebe“.  Die Betroffenen können selten ohne ihren (Liebes)-Versorger leben. Sie brauchen denjenigen, der sie täglich mit der Liebesdosis versorgt. Für dieses bisschen Liebe, nur weil wir so hungrig danach sind, erlauben wir anderen unser Leben zu kontrollieren. Wenn wir ohne diese Selbstliebe in eine Beziehung gehen, dann sind wir so bedürftig und saugen die Liebe des anderen komplett in uns auf. Wir erwarten, dass unser Partner genauso bedürftig ist, wie wir selbst.

 

Empfundene Freiheit und Abhängigkeit in einer Beziehung

 

Klammern und Abhängigkeiten

Das Drama entsteht, weil Menschen glauben, dass sie keine Liebe haben.

Sie hungern nach Liebe und wenn sie nur etwas von der Liebe eines anderen kosten, entsteht nur noch ein größeres Bedürfnis nach dieser Liebe.  So klammern sich viele besonders daran und es entstehen Fragen wie:

„Was soll ich tun, wenn er mich verlässt?“ „Wie kann ich nur leben ohne sie?“

Eifersucht und Angst vor Ablehnung

Wir wünschen uns „jemanden der uns braucht“, um unsere Existenz zu rechtfertigen.

Wir denken, dass wir nach Liebe suchen, doch in Wahrheit suchen wir nach jemandem, der uns braucht, den wir unterbewusst manipulieren und beherrschen können.  Wir beginnen um Aufmerksamkeit zu konkurrieren, werden eifersüchtig oder misstrauisch. Wir nennen es Liebe – doch es ist Selbstsucht, weil wir unseren Hunger nach Liebe gestillt haben wollen.

Wir wünschen uns so sehr Sicherheit in unserer Beziehung und gleichzeitig ist unsere Angst vor Ablehnung so groß. So geben wir uns so, wie wir selten wirklich sind, um von unserem Partner akzeptiert zu werden. Wir wollen von unserem Partner akzeptiert werden, dabei akzeptieren wir uns selbst nicht.

Selten lehnt uns unser Partner tatsächlich ab. Die Selbstablehnung ist unser Hauptproblem. Unsere Vorstellung wie wir sein müssten, um perfekt zu sein oder zu unserem Partner zu passen, ist das was uns unzufrieden macht. Dein innerer Richter erinnert Dich in vielen Situationen daran, wie wenig perfekt Du bist. Und wahrscheinlich kannst Du Dir  nie selbst verzeihen, dass Du nicht bist, wie Du eigentlich bist.

Abwärtsspirale, damit der Partner uns rettet

Wenn Du auf Deinen Partner eifersüchtig bist, ihn kontrollieren willst, ihn kritisierst oder verurteilst, dann fühlt er sich schlecht und wird sich entsprechend verhalten. Du inszenierst somit ein Drama und hoffst vom Partner gerettet zu werden, dabei dreht sich die Spirale immer weiter nach unten. Natürlich gehst Du nicht offiziell aus diesen Gründen eine Partnerschaft ein, doch eventuell entwickelt sich die Partnerschaft dahin und das wiederholt sich in jeder neuen Partnerschaft ebenso.