Geldaufteilung in Deiner Beziehung

Gepostet am Mai 21, 2016 in Finanzen, Grundlagen

Geldaufteilung in Deiner Beziehung

Wie ihr als Paar in der Praxis eure Finanzen gestaltet und damit umgehen wollt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wichtig ist nur, dass ihr euch darüber austauscht und Lösungen findet, mit denen ihr beide gut leben könnt. Im Laufe eurer Beziehung kann sich das Modell zur Gestaltung der gemeinsamen Finanzen auch immer wieder ändern und angepasst werden.

Hier nun die Varianten:

Modell 1: Getrennte Kassen

Diese Lösung ist die Basis, wenn zwei Menschen neu eine Beziehung eingehen. Jeder hat seine eigenen Konten und den eigenen Haushalt, trifft seine Entscheidungen und verwaltet seine Finanzen. Doch spätestens mit einem gemeinsamen Haushalt stellt sich die Frage, welcher Teil der Kosten oder der anzuschaffenden Möbel gemeinsam zu tragen sind. Doch auch hier könnt ihr bei getrennten Kassen bleiben. Jedoch empfiehlt es sich dann, eine Inventarliste anzulegen, damit jeder weiß, was er eingebracht hat. Spannend wird es bei den ersten gemeinsamen Anschaffungen, da sich hier die ersten Unterschiede in euren Geld-Landkarten zeigen werden.

Modell 2: Gemeinsame Kasse

Hier haben wir den Gegenpol zu den getrennten Kassen. Es fließen hier alle Einnahmen auf ein gemeinsames Konto, über das die Lebenshaltungskosten bestritten werden und über das ihr beide verfügen könnt. Da von diesem Konto jeder seine eigenen Anschaffungen vornimmt, ist es wichtig, dass ihr einen Betrag festlegt, ab dem der andere in die Entscheidung einbezogen werden muss. Dieses Modell funktioniert dann reibungslos, wenn beide ein ähnliches Einkommen haben und auch die jeweiligen Verhaltensmuster beim Geld ausgeben zusammenpassen. Ist das nicht der Fall, birgt dieses Modell erhebliches Konfliktpotenzial! Was, wenn ein Partner ständig mehr ausgibt als der andere? Was, wenn einer oder beide Partner Kinder aus einer ersten Ehe mitbringen? Was, wenn man sich bei neuen Anschaffungen nicht einig wird?

Eine Mischung aus Modell 1 + 2 finden

In der Praxis wird es meistens eine Mischung aus den beiden Systemen geben. Zu viele Details müssen individuell entschieden und festgelegt werden. Am Ende jedoch müssen sich beide mit den gefundenen Lösungen und Kompromissen wohl fühlen – sonst ist Streit vorprogrammiert. Diskussionen und verschiedene Standpunkte darf und wird es dabei immer geben und diese sind Teil einer gesunden Partnerschaft. Wenn ihr im Laufe eurer Beziehung merkt, dass es oft zu Uneinigkeit über Geld kommt, ist es an der Zeit, euer bestehendes System zu besprechen und neu zu regeln.