Das 6-Konten Modell

Gepostet am Sep 8, 2016 in Finanzen, Grundlagen

Das 6-Konten Modell

Nun möchten wir euch noch ein geniales System vorstellen, wie ihr mit Geld dauerhaft erfolgreich managen könnt: Der 6 Konten Plan. Als Anlageberater habe ich über Geld schon unzählige Bücher gelesen und Seminare besucht. Eines der besten Systeme zum Umgang mit Geld habe ich über den Autor T. Harv Eker kennen gelernt. Wenn ihr dieses Geldtopfsystem konsequent anwendet, werdet ihr in Zukunft keine finanziellen Probleme haben. Am Anfang erfordert es jedoch Disziplin, bis es zur Gewohnheit wurde. Idealerweise sollte dieses System in den Schulen gelehrt und jedem beigebracht werden.

Der 6-Konten-Plan sieht vor, dass alles Geld, das bei Euch reinkommt (auch Geschenke) konsequent auf 6 verschiedene Gefäße oder Konten (es müssen keine 6 Konten eröffnet werden) aufgeteilt wird.

Die Aufteilung sollte etwa so aussehen:

  • 10% auf ein Konto für finanzielle Freiheit
  • 10% auf ein Spaß-Konto
  • 15% auf ein Anschaffungs-Konto
  • 5 % auf ein Konto für Aus- und Weiterbildung
  • 5 % auf ein Spendenkonto
  • 55% auf ein Konto für Eure laufenden Ausgaben

Vielleicht denkst Du nun, dass es unmöglich ist, mit 55 % Deiner Einnahmen die Lebenshaltungskosten zu bestreiten. Doch auch für diesen Fall gibt es Lösungen, ich Dir zeigen werde. Nach dem ersten Überblick werde ich Dir nun die einzelnen Konten und den Umgang damit genauer erklären

 

Konto für finanzielle Freiheit

Auf dieses Konto zahlst Du immer 10 % Deiner Einnahmen ein (Nettogehalt oder Gewinn beim Selbstständigen). Dieses Konto ist für Deine langfristige finanzielle Freiheit. Bildlich ist es die Gans, die Dein Leben lang goldene Eier legt. Daher darfst Du diese Gans nie schlachten. Später wenn Du nicht mehr arbeitest, kannst Du die Erträge (goldene Eier) Deiner Geldanlagen herausnehmen. Du zahlst auf dieses Konto 10 % ein (mehr darf sein), um Kapital für Deine finanzielle Unabhängigkeit aufzubauen. Das Ziel ist es, so viel Kapital aufzubauen, dass Du später im Ruhestand von den Erträgen leben kannst. Vielleicht klingt das im ersten Moment noch ziemlich abgehoben, doch wenn Du einfach Deine 10% auf dieses Konto einzahlst, dann wirst Du erstaunt sein, wie das Geld auf Deinem Konto für finanzielle Freiheit wachsen kann.

Triff die Entscheidungen für die passenden Geldanlagen mit einem guten und unabhängigen Finanz-Berater oder bilde Dich selbst dazu weiter. Achte darauf, dass die Anlagen zu Deiner Risikobereitschaft passen.

Beachte dabei konsequent den Grundsatz, dass Du selbst die wichtigste Person bist. Daher bezahle Dich selbst immer zuerst (selbst wenn Du kaum Geld oder gar Schulden hast!). Erst dann kommen die anderen Töpfe.

 

Spaß & Genusskonto

Auf dieses Konto zahlst Du auch jeden Monat 10% Deines Gelds ein – und jetzt kommt das Schöne daran: Du haust es bis zum Ende des Monats wieder auf den Kopf. Dieses Geld ist wirklich für Dich, Du kannst Dir davon guten Gewissens Sachen leisten, die Du vielleicht normalerweise nicht tun würdest… Gönne Dir etwas, das Dir richtig gut tut und das Du sonst nicht machst. Lass es ein Tag in einem SPA-Ressort mit Anwendungen sein, ein wunderschönes Abendessen mit Deinem Partner in einem guten Restaurant… irgendetwas, das Dich wirklich gut fühlen lässt! Was auch immer es ist, dass sich für Dich richtig gut anfühlt, diese 10% sind dafür da. Genieße das Ausgeben (das ist für die Sparsamen unter uns eine echte Aufgabe!). Das Geld auf diesem Konto soll nicht gehortet werden, sondern muss bald wieder raus für Spaß & Genuss.

Das Spaßkonto hat 2 wichtige Hintergründe:

  1. Wenn Du nur noch Sparen würdest, Dir aber sonst nichts mehr gönnst, dann fängt Dein Unterbewusstsein irgendwann an, Dich in Deinem Sparen zu sabotieren – einfach, weil der Spaß zu kurz kommt und es zu anstrengend wird.
  2. Wenn Du das Geld mit einem guten Gefühl ausgeben kannst, dann zeigst Du damit dem Universum, dass Du bereit bist, den Überfluss anzunehmen und wirklich Spaß mit dem Geld in Deinem Leben hast!

Auch wenn solche Aussagen für den einen oder anderen seltsam klingen. Probier es einfach aus und lass Dich überraschen.

 

Das Anschaffungs-Konto

Das ist ziemlich einfach. Du tust 15% auf die Seite für alle geplanten Anschaffungen und die ungeplanten Fälle, wenn Dir mal die Waschmaschine oder das Auto kaputt geht, usw. 
Auch alle größeren Anschaffungen wie Fahrrad, Möbel, Auto, etc. kannst Du darüber ansparen. Spare bis Du das Geld hast und kaufe diese Dinge nicht vorher auf Kredit. Mach es Dir zur Regel, keine Konsumgüter auf Kredit zu kaufen. Das ist schwer, aber wichtig. Die Ausnahme ist ein Haus, bei dem fast immer ein Teil finanziert werden muss. Es gibt ein unheimlich gutes Gefühl, auf diese Dinge gespart zu haben und sie sich damit verdient zu haben… Hier ist wieder die  Disziplin gefragt.

 

Aus- und Weiterbildung

Wofür nun das wird sich mancher fragen? Ganz einfach, auf dieses Konto fließen 5% Deines Einkommens oder Deines Gewinns, damit Du Dir Bücher, Kurse und Seminare leisten kannst, die Du besuchen willst. 
Nur wenn Du lebenslang lernst und Dich weiter entwickelst, hast Du die Chance, zu wachsen und Dein Leben immer positiver zu verändern. Wissen, das Du anwendest, hat die Macht, Dein Leben zu verbessern und positiv zu verändern. Doch wenn du das Wissen nicht anwendest, wird sich nichts verändern. Auf jeden Fall hast Du durch dieses Konto das Geld, all die Dinge, in Deinem Leben zu lernen, die Dich wirklich interessieren. Dinge, die Dich weiterbringen. Oft  kann Dir dass auch ganz andere berufliche Perspektiven und Einkommensmöglichkeiten eröffnen…

 

Spendenkonto

Dieses Konto ist dafür da, dass Du etwas von dem, was Du hast (und wenn Du das hier lesen kannst, dann gehörst Du zu den reichsten 5% der Menschen auf der Welt!), andere geben kannst. Es gibt viele gute Hilfsorganisationen, die sich über jede Spende freuen. Informiere Dich und entscheide selbst, wohin Du dieses Geld geben möchtest. Was auch immer sich für Dich richtig anfühlt, passt. Es fühlt sich für die meisten Menschen richtig gut an, etwas für Bedürftige zu tun. Zusätzlich kannst Du aktiv Dein Wissen oder etwas von Deiner Zeit einem guten Zweck oder einer Organisation schenken.

 

Deine laufenden Ausgaben

Von diesem Konto zahlst Du alle Deine Ausgaben: Miete, Essen, Kleidung, den Sonntags-Ausflug mit der Familie, Deine Stromrechnung… alles, was zu Deinen geregelten Ausgaben dazugehört.

Nun wirst Du Dich fragen, wie das gehen soll, wenn Du im Moment mehr als 55% Deines Gelds für Deine Ausgaben brauchst? Du kannst mir glauben, dass selbst Menschen die viel Geld verdienen oft am Ende des Gelds nichts mehr übrig haben.

Finanzielle Freiheit fängt nicht mit einem hohen Gehalt oder Gewinn an. Es geht darum, von Anfang an zu lernen, vernünftig und gut mit Deinem Geld zu wirtschaften, damit Du in Zukunft immer Geld hast.

 

Was machst Du nun mit diesem Wissen?

Ganz einfach, wir fangen mit kleinen Schritten an.
Je nachdem in welcher Situation Du Dich gerade befindest, nimm einen Betrag, der für Dich möglich ist, verteile ihn auf die 6 Konten. Wichtig ist, dass Du damit startest und daraus eine Gewohnheit machst. Selbst wenn Du zu Beginn die Prozentsätze anders verteilst – egal, es geht ums anfangen, um dann immer mehr in Richtung Ziel zu gehen.